…dann fliegen wir schon wieder nach Hause. Die letzten 10
Monate vergingen unheimlich schnell. Ich habe viele tolle Erfahrungen gemacht,
viel Zeit mit vielen Kindern verbracht, viele nette Menschen kennengelernt,
jede Menge Spaß gehabt und vor allem das Land Indien lieben gelernt.
In der ganzen Zeit war ich leider nicht der vorbildliche Blogger…, deshalb möchte ich euch noch einmal kurz beschreiben, was ich hier alles erlebt habe.
In der ganzen Zeit war ich leider nicht der vorbildliche Blogger…, deshalb möchte ich euch noch einmal kurz beschreiben, was ich hier alles erlebt habe.
Gewohnt haben wir in einem Gästehaus auf dem Gelände „Sharon
Garden“. Hier gibt es neben dem Gästehaus auch noch Kinderheime für Jungen und
Mädchen, ein Krankenhaus, 2 Schulen und sogar eine Ziegelei und eine
Nähwerkstatt.
Über den CVJM Salem waren wir an vielen verschiedenen
Schulen und auch Colleges, um dort Programme für die Schüler zu gestalten. Wir
haben Deutschunterricht gegeben, aber auch Spiele, Diskussionen, Geschichten und
andere Dinge mit den Schülern gemacht, um ihnen ein wenig Abwechslung in den
doch anstrengenden Schulalltag zu bringen.
| Abschied von der Christopher School |
Zusätzlichen zu diesen Programmen haben wir an der
englischsprachigen Anderson School in zwei Klassen zweimal in der Woche Deutsch
unterrichtet. Da wir hier an der Schule viel Zeit verbracht haben, waren wir
auch bei einigen Festen an der Anderson School dabei. Und Feste gibt es in
Indien wirklich jede Menge…
| Unsere Deutschklassen an der Anderson School nach der "Zeugnisübergabe" |
Einmal in der Woche haben wir ein Jugendgefängnis besucht, um dort jugendlichen
Straftätern Computerunterricht zu geben. Trotz der
Verständigungsschwierigkeiten - die Jugendlichen können meist kein Englisch -
hat es viel Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten.
Fast jeden Samstag hatten wir die Möglichkeit, zusammen mit
einem Arzt, einem Apotheker und einem weiteren Mitarbeiter der IGL zu den
sogenannten Medical Camps zu fahren. Dabei haben wir jede Woche eines der
Kinderheime der IGL besucht, um dort zum einen bei der Untersuchung der Kinder
zu helfen und vor allem die wartenden Kinder zu beschäftigen. Diese
Samstags-Trips haben immer sehr viel Spaß gemacht: der Morgenstartete mit einem
gemeinsamen Frühstück, dann wurde mit dem Krankenwagen bei lauter indischer
Musik die Fahrt zurückgelegt und später hatten wir mit den Kindern jede Menge
Spaß.
| Unsere Kollegen posen vor dem Krankenwagen :D |
Eine weitere Aufgabe war der Deutschunterricht für
Erwachsene, der zweimal in der Woche im CVJM stattfand.Mittlerweile beherrschen
einige sogar schon etwas Small Talk!
Was mir besonders am Herzen liegt ist unsere Arbeit im
Kinderheim mit den Jungs. Dort leben über 100 Kinder, von der ersten bis zur
10. Klasse.Wir haben fast jeden Abend dort verbracht und mit den Kindern Sport
gemacht. Zur Zeit sind Ferien, deshalb sind viele Kinder bei Verwandten. Der
Abschied von ihnen ist mir besonders schwer gefallen!
Da wir ja in Indien sind, bedeutet „Sport“ meistens, dass
man Kricket spielt. Es ist ein sehr kompliziertes Spiel (mit vielen Regeln!),
aber wir haben versucht, es zu lernen und auch fleißig geübt, wenn uns auch
immer noch jedes indische Kind weit überlegen war. Man hat das Gefühl, man
steht die ganze Zeit nur auf einem Fleck, bei Temperaturen von fast 40° C ist
das eher von Vorteil! Man kommt auch so zum SchwitzenJ
Im Winter (nur 30 GradJ)
konnte ich manchmal ein paar Kinder dazu bewegen, mit mir Fußball zu spielen.
| Ups... wo ist der Ball? |
Seit April haben alle Kinder Sommerferien, weshalb unsere Arbeitsroutine
unterbrochen wurde und wir statt der normalen Arbeit bei den Summer Camps an
der Anderson School und beim Sharon Garden mitgeholfen haben. Dadurch hatten
wir noch einmal eine tolle Abwechslung und konnten viele neue Kinder kennenlernen.
Neben der Arbeit gibt es hier viele Feste, die in Indien
immer groß gefeiert werden:
| Das Kindergartenprogramm durften wir sogar als Clowns moderieren. |
Indien ist ein sehr vielfältiges Land, das man wohl nie ganz
erkunden kann. Neben der Arbeit haben wir aber unser Bestes gegeben, viele
verschiedene Orte zu sehen, um so viele Eindrücke wie möglich mit zurückzunehmen. Eine zehntägige Reise in
den Norden Indiens haben wir schon mit den CVJM-Freiwilligen aus Madurai
unternommen.
Einen schönen Bericht der Reise findet ihr auf den Blogs der Mädels aus Madurai:D
Einen schönen Bericht der Reise findet ihr auf den Blogs der Mädels aus Madurai:D
Da mit dem Ende des Monats Mai auch unser Freiwilligendienst
in Salem zu Ende geht, werden wir die Zeit bis zu unserem Rückflug Ende Juni
nutzen, ein zweites Mal nach Nordindien zu fahren.
Vielen Dank an alle, die mich im letzten Jahr begleitet und
unterstützt haben. Es war eine tolle Erfahrung, die ich niemals missen möchte!
Bis hoffentlich bald in Deutschland! :D
Euer Nikolai